Wichtige Informationen für Sie:

 

Bitte beachten – wir als Werbeagentur können und dürfen keine rechtsverbindlichen Auskünfte erteilen. Die unten gemachten Angaben dienen lediglich zu Ihrer groben Vorinformation – trotz genauer Recherche können wir keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben übernehmen.

Preisangabenverordnung

Ab 28.05.22 gilt eine neue zusätzliche Informationspflicht bei Preisermäßigungen (Streichpreisen).

 

Ab diesem Zeitpunkt muss als „Statt-Preis“ (das ist der ursprünglich verlangte Preis) immer „der günstigste in den letzten 30 Tagen vor Veröffentlichung der Werbung tatsächlich verlangte Preis“ angegeben werden.

 

Das gilt für „jede Bekanntgabe“ von Preisen, also sowohl im Internet, in der Printwerbung, wie auch für z.B. Radiowerbung und selbst am Regal auf der Verkaufsfläche. Und das gilt sowohl für die oft verwendeten „Streich-Preise“, als offensichtlich auch für evtl. prozentuale Reduzierungen, die sich auf einen vorherigen Preis beziehen.

 

Damit will der Gesetzgeber sog. „Mondpreise“ verhindern, die ggf. nie wirklich verlangt wurden, oder auch dass Preise vor der Reduzierung kurzzeitig angehoben werden und dann auf diesen Preis Bezug genommen wird.

 

In den Fällen, in denen kein Bezug zwischen einem bisherigen und einem neuen Preis hergestellt wird, gilt diese Regelung nicht – Zugabe-Aktionen (z.B. Kauf 2 zahl 1), Rabattaktionen (20% auf alles) oder auch einfache Aussagen (Knallerpreis, etc.) sind weiterhin zulässig.

 

Ebenfalls können UVP der Hersteller beim Artikel genannt werden, sofern für den Verbraucher klar erkennbar ist, dass es sich dabei lediglich um einen Preisvergleich und nicht um eine Preisreduzierung handelt (der UVP darf halt nur zur Info neben dem Angebotspreis stehen, aber z.B. nicht durchgestrichen sein).

 

Weitere Infos dazu finden Sie hier in der Veröffentlichung des Bundesgesetzblattes (siehe §11): https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl121s4921.pdf%27%5D__1643277893746

 

Grundpreisverordnung

Ab 28.05.22 müssen alle Grundpreise in der Werbung grundsätzlich für 1 Liter, 1 Kilogramm, 1 Meter, 1 Quadratmeter, 1 Kubikmeter, etc. berechnet und angegeben werden.

Die bisherige Regel, dass der Grundpreis bei Kleingebinden bis z.B. 250 ml / 250 g, etc. auf 100 ml / 100 g berechnet und angegeben werden konnte, entfällt komplett. Auch Kleingebinde unter 250 ml / 250 g, etc. müssen also künftig auf 1 Liter, 1 Meter, etc. berechnet werden.

 

Beispiele:
100 ml Inhalt – Grundpreis muss angegeben und auf 1 Liter berechnet werden
250 ml Inhalt – Grundpreis muss angegeben und auf 1 Liter berechnet werden
500 ml Inhalt – Grundpreis muss angegeben und auf 1 Liter berechnet werden
1,2 Liter Inhalt – Grundpreis muss angegeben und auf 1 Liter berechnet werden

 

 

Kein Grundpreis muss künftig nur angegeben werden, wenn der Grundpreis mit dem angebotenen Preis identisch ist – also wenn genau 1 Liter, 1 Meter, 1 Quadratmeter angeboten wird.

 

Beispiel: Flüssigdünger mit 1 Liter Inhalt – es muss kein Grundpreis angegeben werden.

 

 

Weitere Infos dazu finden Sie hier in der Veröffentlichung des Bundesgesetzblattes (siehe §4): https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl121s4921.pdf%27%5D__1643277893746